In welcher Entfernung sollte ich vor dem Plasmafernseher sitzen?

Als Faustregel gilt grundsätzlich die dreifache Diagonale des Bildschirms. Bei einem 42″ Bildschirm sind das 3,20 Meter, bei 50″ Zoll sogar 3,80 Meter. Wer zu nah am Fernsehgerät sitzt, wird nicht nur ein schlechteres Bild sehen, sonder es kann sogar zu Störungen im vegetativen Nervensystem kommen (Übelkeit oder Kopfschmerzen) und auch für die Augen ist eine zu große Nähe zum Fernseher nachgewiesenermaßen nicht gut.

Was ist HDTV?

Was für Computerbildschirme oder Digitalkameras gilt, ist auch für Plasmafernsehen mit HDTV entscheidend: je mehr Pixel eine Aufnahme hat, desto besser sieht das Bild in der Vergrößerung aus. Dasselbe gilt auch für das TV-Programm oder dem Einsatz eines DVD- oder Blue-Ray-Players: zusätzliche Pixel auf einem LCD- oder Plasma-Schirm bringen feine Details groß raus. Allerdings stößt das Standard-Fernsehen dabei schnell an seine Grenzen. Nur etwa 415 000 Bildpunkte (Pixel) bringt der mehr als 40 Jahre alte TV-Standard auf die Mattscheibe. Deswegen wurde eine Technik entwickelt: High Definition Television, kurz HDTV. Sie wird parallel zum digitalen Fernsehen in Standardauflösung verbreitet und von vielen modernen DVD/Blue-Ray-Playern unterstützt. Dadurch, dass die Anzahl der Bildpunkte fast doppelt so hoch, wie bei der analogen Übertragung, ist die Bildqualität deutlich höher. Das HDTV ist eine Technik, die stets weiterentwickelt wird, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Trotzdem gibt es einige Standardformate:

  • 720p/50 Der Standard 720p/50 arbeitet mit 50 Vollbildern pro Sekunde, die jeweils eine Auflösung von 1280×720 Bildpunkten besitzen. Dadurch ist die Auflösung der Einzelbilder vor allem bei sehr ruhigen Szenen nicht so hoch wie bei 1080i/25, sobald jedoch Bewegung ins Spiel kommt, spielt der progressive Standard seine Vorteile aus. Die 50 Vollbilder lösen die Bewegungen deutlich feiner auf und der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist besser. Für das Bewegte Bild des Fernsehens liefert das Format 720p/50 somit meist eine bessere Bildqualität als 1080i/25. Weiterhin bietet 720p/50 viele Vorteile in der Produktion und Ausstrahlung, weshalb sich viele Sender für dieses Format als HD-Ausstrahlungsstandard entschieden haben.
  • 1080i/25 1080i/25 setzt als das älteste der hochauflösenden Formate auf Interlaced-Technologie. Das 1080i/25-Format besteht aus 50 Halbbildern mit jeweils 540 Zeilen a 1920 Bildpunkten. Diese Halbbilder werden von einem Röhrenmonitor nacheinander dargestellt und dabei ineinander „verschachtelt“. Der Röhrenmonitor ist allerdings ein Auslaufmodell, das von den neuen Flachbildschirmtechnologien wie verdrängt wird. Und diese Flachbildschirme arbeiten grundsätzlich progressiv, d.h. sie können die beiden Halbbilder von 1080i/25 nicht ineinander verschachteln. Um das Problem zu lösen, müssen die Flachdisplays aus den Halbbildern wieder Vollbilder generieren. Ein einfaches Zusammenfügen der beiden Halbbilder funktioniert hier aber nur in ganz wenigen Fällen, sobald zwischen der Aufnahme der beiden Halbbilder Bewegung im Bild stattgefunden hat, entstehen an diesen Stellen hässliche Kammeffekte. Folglich müssen die Geräte in der Praxis mit Hilfe aufwendiger Technologie versuchen, die fehlenden Zeilen in den Halbbildern künstlich zu errechnen und somit aus jedem einzelnen Halbbild (540×1920 Bildpunkte) ein Vollbild (1080×1920 Bildpunkte) zu generieren. Leider kann dieser als De-Interlacing bezeichnete Prozess jedoch (fast) nie perfekt durchgeführt werden, es entstehen typische Interlaced-Bildfehler (so genannte Artefakte) wie Kammeffekte und Unschärfe.
  • 1080p/50 Dieser Standard wird oftmals als der „ultimative HD-Standard“ oder auch „HD der dritten Generation“ bezeichnet. Er kombiniert er die Vorteile der beiden heutigen zur HD-Ausstrahlung verwendeten HD-Standards 720p/50 und 1080i/25 und bietet so die volle Bewegungsauflösung von 50 Vollbildern pro Sekunde bei einer Einzelbildauflösung von 1920×1080 Bildpunkten. Allerdings verdoppelt sich hierdurch die Datenmenge der unkomprimierten Bildsignale im Vergleich zu 720p/50 und 1080i/25 auf rund 3 Gbit/s und stellt somit extrem hohe Anforderungen an das notwendige Produktionsequipment. Bislang ist solches Equipment nur vereinzelt erhältlich, ganze Fernsehsender mit solcher Technik auszurüsten ist bislang noch nicht möglich. Inwiefern sich dieser Standard letztendlich durchsetzen wird, kann heute noch nicht beurteilt werden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass dessen Vorteile beim Zuschauer erst ab sehr großen Displaygrößen von über 50 Zoll offensichtlich werden.

Ein weiterer Vorteil des HDTVs ist, dass der Ton – anders als bei analogen Übertragungen – auch in Dolby-Digital (oder DTS / THX) übertragen werden kann. Nur so kommt man auch wirklich in den eigenen vier Wänden zu einem einmaligen Kinogenuss.

Welche Anschlüsse hat ein Plasma-TV?

Die heutigen, modernen Plasmafernseher können gleich mit einer ganzen Paletten an Bild- & Tonsignalen gespeist werden. Die häufigste Verbindung ist dabei die Euro-AV-Buchse. Sie ist an praktisch allen DVD-Playern, Set-Top-Boxen oder Recordern zu finden. Stehen mehrere Euro-AV-Buchsen zur Wahl, liefert AV 1 in der Regel die beste Bildqualität. Geräte, die RGB-Signale anbieten, wie DVD-Player oder Set-Top-Boxen, sollten dort angeschlossen werden. Noch bessere Qualität erlaubt nur ein Komponenten-Eingang, auch YUV genannt. Die gelbe Videobuchse oder der S-Video-Eingang sind eher für die kurzzeitige Verbindung von Fotokameras oder Camcordern gedacht. Neben den analogen Anschlüssen gibt es auch zwei digitale Schnittstellen: DVI und HDMI. Sie übertragen Signale verlustfrei und in bestmöglicher Qualität. Wer auf HDTV vorbereitet sein möchte, sollte auf diese Buchsen achten, denn alle Set-Top-Boxen für hoch auflösendes Fernsehen werden digital angeschlossen. Ein Kopierschutz soll dabei verhindern, dass Raubkopierer HD-Programme unerlaubt mitschneiden. HDMI unterstützt diesen Kopierschutz grundsätzlich, DVI nicht immer.

Wie ist die Klangleistung bei Plasmafernsehern?

Kurz gesagt: Die Klangleistung der meisten Geräte ist schlechter als bei vielen Röhrengeräten. Das hat zunächst einmal rein subjektive Gründe. Man sieht ein großes, beeindruckendes Bild und erwartet einfach eine entsprechende Klangkulisse. Dies können die relativ kleinen und flachen Standard-Lautsprecher einfach nicht bieten. Rechnet man dann, wie viel Geld man für den neuerworbenen Plasma-TV ausgegeben hat, dann erwartet man zumindest, dass der Klang besser ist, als der des guten alten Fernsehers. Umso erstaunter ist man dann allerdings, wenn es scheint, als klängen die Lautsprecher des Plasmas buchstäblich flacher und ausdrucksloser als der Fernseher. Doch das täuscht nicht. Beim Fernseher verwenden die Hersteller geschickt einen Teil des Gehäuses als Resonanzkörper und integrieren ausgeklügelte Bassreflexkanäle im Gehäuse. So wird selbst in billigsten Fernsehern ein Klang erzielt, der in keinem Verhältnis zu den relativ kleinen Lautsprecherchassis und der minimalen Schallabstrahlfläche des Fernsehers steht. Zubehör-Lautsprecher von Plasma-TV-Geräten können schon allein auf Grund ihrer physikalischen Einschränkungen – flach, schmal, kein Resonanzkörper, kein Bassreflexkanal usw… – nicht die erwartete Klangkulisse bieten.

Wer also in den Genuss eines echten Heimkinogefühls kommen möchte, kommt nicht umher den Ton über eine digitale Soundanlage laufen zu lassen. Doch auch hier gibt es große Unterschiede in Preis und Qualität. Vor allem sollten Sie darauf achten, dass ihre Soundanlage verschiedene digitale Eingänge hat (optisch und koaxial) und die gängigen Formate (Dolby Digital, DTS, THX …) unterstützt.

Wie hoch ist der Stromverbrauch bei Plasmafernseher?

Je größer ein Plasma-TV ist, umso mehr Strom verbraucht er auch. Trotz der Tatsache, dass in den letzten Jahren die Technik auch in Punkto Stromverbrauch große Fortschritte gemacht hat, sind Plasmafernseher immer noch sehr energieintensiv. Doch auch hier gibt es inzwischen große Unterschiede, die sich auf die Stromrechnung auswirken können. Es lohnt sich alle Mal, beim Fernsehkauf den Gesichtspunkt des Stromverbrauchs zu berücksichtigen. Hierbei gilt: Je kleiner das Gerät und je einfacher die Ausstattung, desto niedriger wird der Energieverbrauch ausfallen. Bei angenommenen 5 Stunden Betrieb am Tag und mittelfristig kalkulierten 20 Cent Strompreis je Kilowatt-Stunde macht das Mehraufwendungen für Strom von 3,00 Euro pro Monat aus. Interessant ist übrigens, dass einige Hersteller die Werte für die Leistungsaufnahme ihrer Plasma-TV-Geräte in den Angaben zu den technischen Daten verschweigen. Warum ist das wohl so?

Vorsicht auch vor dem heimlichen Stromfresser Stand-by: Selbst im ausgeschalteten Zustand verschwendet der Fernseher dann Strom. Vergleichen Sie beim Fernsehkauf den Stromverbrauch – das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern kommt auch Ihrem Geldbeutel zugute. Idealerweise sollten Sie Ihre Heimkinoanlage an eine ausschaltbare Steckdose anschließen. So können Sie sicher sein, dass die Geräte nicht still und heimlich ihre Stromrechnung in die Höhe treiben.

Wie ist der Bedienungskomfort bei Plasmafernsehern?

Schon bei modernen Röhren-TVs kommt man heute in den Genuss guter OSD-Menüs (On Screen Displays). Beim Plasma-TV wurde diese Technik noch weiter ausgebaut. Intuitiv zu erfassende graphische Benutzeroberflächen (GUI, Graphical User Interface), wie wir sie aus der Computerwelt kennen, haben mit Plasma-TV-Geräten nun endgültig auch in der Unterhaltungselektronik Einzug gehalten. Wer ein wenig Erfahrung aus der Computerwelt mitbringt, kann sich mit den Cursor-Tasten seiner Fernbedienung schnell und spielerisch durch die Drop-Down-Menus der Bildeinstellungs-Optionen „zappen“. Da macht das Kennenlernen des neuen Plasma-TV-Gerätes richtig Spaß und wird nicht durch das Einarbeiten in eine trockene Bedienungsanleitung getrübt. Die Einstelloptionen für das Bild sind vielfältig, und es kann durchaus lohnend sein, sich mit der Bildoptimierung intensiv zu befassen. Denn letztlich ist das persönliche Empfinden von Bildqualität sehr subjektiv und wird nur selten durch die von der Fabrik voreingestellten Benutzereinstellungen (Default-Werte) zu treffen sein.

Für wen ist ein Plasmafernseher geeignet?

Trotz gesunkener Preise sind Plasmafernseher – vor allem wenn man die qualitativ hochwertigen Geräte betrachtet – immer noch Luxusgüter. Wer wirklich Wer darauf legt ein neues visuelles Erlebnis zu erfahren und sein Wohnzimmer zum Heimkino zu machen, wird auch nicht umher kommen, noch weitere Anschaffungen zu tätigen, wie Digitales Fernsehen, einen Blue-Ray-Player und eine Dolby-Digital Soundanlage. Diese Geräte haben nicht nur einen hohen Anschaffungspreis, sondern lassen auch noch den Stromverbrauch steigen. Wer weniger Filme schaut und mehr das normale TV-Programm genießen möchte, ist mit einem preisgünstigeren LCD-Fernseher sicher besser bedient, vor allem weil es diese Geräte auch in kleineren Größen gibt, womit sie auch für weniger geräumigere Wohnzimmer geeignet sind.

Richtige Filmfreaks werden aber auf lange Sicht nicht am Kauf eines Plasmafernsehers vorbeikommen, denn die Bildqualität dieser TV-Geräte stellt die der Röhren-, Rückprojektions- und der meisten LCD-TVs einfach in den Schatten.

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